Verwaltungskosten verringern Rendite von Altersvorsorge

28. Juli 2009 – 10:39

Die Auswahl des richtigen Sparprodukts für die Private Altersvorsorge ist schon grundlegend, keine einfache Sache. Der Versicherungs- und Anlagemarkt bietet mittlerweile so viele Sparprodukte, dass Anleger und Sparer schnell den Überblick verlieren können. Es gibt viele Möglichkeiten sein gespartes Geld anzulegen, zum Beispiel in ein risikoarmes Tagesgeldkonto, Sparbriefe oder Bundesanleihen und Zertifikate. Demgegenüber stehen die risikoreicheren Fonds oder Aktien. Eines steht bei der Altersvorsorge aber bei jeden Produkt im Vordergrund – die Rendite. Je höher die ausgewählte Altersvorsorge eine Rendite abwirft, desto mehr haben die Kunden im Alter an Geld zur Verfügung.

Allerdings sollten Sparer bei der Auswahl Ihres Altersvorsorge Produktes Eines beachten - die Verwaltungskosten. Denn die Kosten des Sparprodukts können zum Teil die Rendite erheblich schmälern. Zu den typischen Kosten gehören zum Beispiel Verwaltungskosten (Versicherungen), Abschlusskosten (Versicherungen), Ausgabeaufschläge (Fonds) und „Kick Back Provisionen“ (Zertifikate). Die Kosten welche für das Sparprodukt genommen werden sind grundsätzlich und absolut gerechtfertigt. Banken und Versicherungen sind keine wohltätigen Unternehmen und die Berater, welche Ihnen helfen sollen, dass für Sie Richtige Produkt zu finden, müssen auch bezahlt werden. Aber es gibt gerechtfertigte Kosten und tükische Kosten. Beispielsweise gibt es Versicherungen (Kapitalbildende Lebensversicherung, fondsgebundene Lebensversicherung) welche zum Beispiel jährliche Verwaltungskosten von augenscheinlich wenigen 1 bis 2 % nehmen. Aber gerade jährliche Verwaltungskosten, können die Rendite massiv schmälern, da sich die Prozente immer nach dem erwirtschafteten Betrag richten. Für Kunden sind zum Beispiel bei längerfristigen Sparanlagen wie Versicherungen mit einmaligen (hohen) Verwaltungskosten sinnvoller. Hier zahlen die Sparer in der ersten Zeit die Verwaltungskosten ab. So bald diese abgezahlt wurden, kommen alle Beiträge dem eigentlichen Sparprodukt zu Gute. Kunden profitieren von den Zinseszins Effekt und können so gezielt und ohne laufende Extrakosten, Kapital für die Rente aufbauen. Ein Beispiel zum Verständnis:

Ein Arbeitnehmer zahlt 20 Jahre lang, jeden Monat 100 Euro in eine Lebensversicherung ein. Das Produkt besitzt einen festen Zinssatz von 4% p.a.

Laufende Verwaltungskosten 1,5% pro Jahr:
Die Lebensversicherung besitzt nach 20 Jahren ein angespartes Kapital von 32.952 Euro

Einmalige Verwaltungskosten 1500 Euro:
Die Lebensversicherung besitzt nach 20 Jahren ein angespartes Kapital von 35.007 Euro

Der Unterschied zwischen den jährlichen wenigen Prozentualen Verwaltungskosten und den einmaligen Kosten, beträgt in diesem Beispiel stolze 2.055 Euro. Eine Rendite welche den Sparern zur Verfügung stehen könnte, wenn eine Versicherung mit einmaligen Verwaltungskosten ausgesucht worden wäre.

Sparer welche für Ihr Alter vorsorgen möchten, sollten sich die Kosten des ausgewählten Sparproduktes unbedingt aufzeigen lassen. Gegebenenfalls lohnt sich ein Blick in die Bedingungen.  Vermeiden Sie bei langfristigen Sparprodukten auf jeden Fall, laufende Verwaltungskosten von jährlichen prozentualen Kosten.

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